
Am 29. August 2026 findet im Kreis Groß Gerau der zweite Christopher Street Day statt. Die Organisatoren laden zu einer Regenbogenandacht, einer Demonstration und einem Fest der Vielfalt ein, um auf die Rechte und die Präsenz queerer Menschen aufmerksam zu machen. Veranstaltungsort ist die Stadt Groß Gerau mit Startpunkten in der Stadtkirche und am Jugendzentrum Anne Frank.
Programmablauf und Veranstaltungen
Der Tag beginnt um 13 Uhr mit einer Regenbogenandacht in der Stadtkirche Groß Gerau. Um 14 Uhr startet die Demonstration am Jugendzentrum Anne Frank und zieht durch die Innenstadt. Ab 15 Uhr folgt auf dem Sandböhl das Fest der Vielfalt mit Informationsständen und einem Bühnenprogramm. Geplant sind unter anderem eine Drag Show mit Oddacity und Koko von der Line, Auftritte der Band Clasten und der Singer Songwriterin Leni.
Warum Sichtbarkeit derzeit im Mittelpunkt steht
Die Initiatoren betonen, dass queere Menschen bereits zuvor Anfeindungen und Gefährdungen ausgesetzt waren. Die jüngsten Ereignisse und insbesondere der Anschlag in Berlin hätten gezeigt, wie verletzlich öffentliche Räume sein können. Nach Ansicht der Veranstalter ist es deshalb wichtig, Räume zu schaffen, in denen Vielfalt sichtbar und selbstverständlich gelebt werden kann.
Matthias Roth, einer der Initiatoren des CSD im Kreis Groß Gerau, sagte, man lasse sich nicht einschüchtern und werde sich nicht verstecken. Sichtbarkeit, Solidarität und Begegnung trügen nach seiner Darstellung auch zum Schutz der Demokratie bei.
Breites Bündnis von Unterstützern
Der CSD wird von mehreren lokalen Gruppen mitgetragen. Dazu gehören pro familia, queerformat, MöWa queerbeet, Omas gegen Rechts im Kreis Groß Gerau, das Büro für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß Gerau sowie das Jugendbildungswerk des Kreises Groß Gerau und das Jugendbildungswerk der Stadt Rüsselsheim am Main. Beim Fest sind zudem Vielbunt und die AIDS Hilfe Darmstadt mit Informationsständen vertreten.
Offenes Angebot an die Bevölkerung
Das Motto Queer im Kreis Gemeinsam stark richtet sich nicht ausschließlich an queere Menschen. Familien, Freunde und alle, die für eine offene und demokratische Gesellschaft eintreten, sind eingeladen, an der Demonstration und am Fest teilzunehmen. Die Veranstalter rechnen mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt setzen sollen.
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