Wiesbaden diskutiert Reaktivierung und geothermische Nutzung seiner Thermalquellen

Wiesbaden diskutiert Reaktivierung und geothermische Nutzung seiner Thermalquellen
Wiesbaden diskutiert Reaktivierung und geothermische Nutzung seiner Thermalquellen | Bild: Geolina163 / CC BY-SA 4.0

Am Samstag, den 29. August, lädt der WerkRaum in der Langgasse 5 bis 9 zu einem öffentlichen Thementag über die Zukunft der Wiesbadener Thermalquellen ein. Initiatorin Yvonne Kirchdörfer will mit dem Programm einen Dialog über die Rolle der 26 Thermalquellen für Stadtentwicklung und Stadtidentität anstoßen und die Möglichkeiten einer teilweisen Reaktivierung sowie einer nachhaltigen geothermischen Nutzung erörtern.

Programm und Ablauf

Der Thementag beginnt um 14.00 Uhr mit einem etwa einstündigen, kostenfreien Stadtspaziergang zu den heißen Quellen. Am Nachmittag folgen eine Konzeptvorstellung und zwei Podiumsdiskussionen. Um 17.30 Uhr wird das Konzept zur Umgestaltung des Kochbrunnenplatzes vorgestellt. Moritz Petrasch erläutert die Vision, den Platz als Vierten Ort im Sinne des gezeigten Modells umzudenken.

Im Anschluss diskutieren Expertinnen und Experten um 18.30 Uhr über die Bedeutung der Thermalquellen für Wiesbadens Stadtentwicklung und Identität. Ab 19.30 Uhr steht die mögliche Rolle urbaner Geothermie für eine klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt im Mittelpunkt. Für die Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten.

Fragestellungen und Ziele

Im Zentrum der Debatten steht die Frage, ob und wie die Quellen in künftige Planungen einfließen können. Themen sind die technische und ökologische Machbarkeit einer teilweisen Reaktivierung, die Integration der Quellen in öffentliche Räume und die Nutzung des thermalwassserführenden Potenzials im Kontext der Wärmewende. Organisatorinnen und Organisatoren betonen den Ansatz, die Ressource Wasser in einer nachhaltigen geothermischen Nutzung zu betrachten.

Veranstalterischer Kontext

Der WerkRaum ist Teil der Aktivitäten rund um die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Das WDC 2026 Projekt wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert. Der Thementag soll lokale Akteure, Fachöffentlichkeit und interessierte Bürgerinnen und Bürger in eine fachliche Auseinandersetzung über die Zukunft der Thermalquellen einbinden.

Das Veranstaltungsteam weist darauf hin, dass die Gespräche auch die kulturelle Bedeutung der Quellen für das Selbstbild Wiesbadens thematisieren werden. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und konkrete Ideen für die Weiterentwicklung des Umgangs mit den Thermalquellen zu sammeln.

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