
Die Feuerwehr in Rüsselsheim ist im Berichtsjahr zu 1.108 Einsätzen ausgerückt. Für die Einsätze standen 248 haupt- und ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung. Besondere Einsätze betrafen die Rettung mehrerer Menschen aus brennenden Wohngebäuden.
Einsätze und Rettungen
Im Laufe des Jahres wurden unter anderem 21 Personen aus einem Gebäude in der Lenbachstraße gerettet. Bei einem weiteren Wohnungsbrand in der Albert Schweitzer Straße konnten vier Personen geborgen werden. Die Zahl der insgesamt geleisteten Einsätze liegt bei 1.108, die Einsatzbereitschaft beruhte auf dem Zusammenspiel von hauptamtlichen und freiwilligen Kräften.
Leitung, Struktur und anstehender Wechsel
Feuerwehrleiter Jörg Wintermeyer zog bei der Jahresversammlung eine positive Bilanz des Systems aus haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften. Unter seiner Leitung wurden die Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes in einer eigenen Abteilung gebündelt und der Feuerwehr übertragen. Zugleich brachte er Konzepte zur Kostenreduzierung ein, die laut Stadtverwaltung keine Einbußen bei der Qualität zur Folge hatten und Investitionen in Ausstattung und Sicherheit ermöglichen sollen.
Der Amtsinhaber geht im September nach 37 Jahren als hauptamtlicher Feuerwehrmann in den Ruhestand. Als Nachfolger wurde Thorsten Fuchs vorgestellt. Oberbürgermeister Patrick Burghardt würdigte die Arbeit der Feuerwehr und dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften für ihren Einsatz.
Jugendliche, Kinder und Präventionsarbeit
Die Jugendfeuerwehren verzeichneten 80 aktive Jugendliche, davon 64 Jungen und 16 Mädchen. Fünf Jugendliche wechselten in eine aktive Einsatzabteilung einer Freiwilligen Feuerwehr. Leonie Schlegel von der Freiwilligen Feuerwehr Haßloch übernahm die Aufgaben der Stadtjugendfeuerwehrwartin und ist die erste junge Frau in dieser Position.
Die Mitgliederzahlen in der Kinderfeuerwehr stiegen deutlich von 29 im Vorjahr auf 42. Ein Kind wurde bereits in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Zur Brandschutzerziehung wurde ein Gerätewagen eingesetzt, ausgestattet unter anderem mit einem Rauchhaus und kindgerechten Lehrmaterialien. Insgesamt nutzten 30 Einrichtungen dieses Angebot, darunter 18 Kindertagesstätten, neun Grundschulen und drei weiterführende Schulen. Ergänzend gab es 32 Wachbesuche von Kitas und Schulen. Beim bundesweiten Girls Day und Boys Day nahmen zehn Mädchen im Alter von zwölf bis 16 Jahren teil, um Einblicke in das Tätigkeitsfeld der hauptamtlichen Kräfte zu gewinnen.
Berichte und Ausblick
Neben dem Jahresrückblick des Feuerwehrleiters wurden weitere Berichte vorgelegt. Feuerwehrsprecher Manuel Zwiehoff, Stefan Schreiner für die Kinder und Jugendfeuerwehr sowie Heike Wagner für die Brandschutzerziehung berichteten über ihre Arbeitsbereiche. Die Stadt betont, dass die Kombination aus Einsatzbetrieb, Nachwuchsarbeit und Prävention zentral für die künftige Leistungsfähigkeit der Feuerwehr bleibt.
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