
Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 13. Januar ein gesundheitspolitisches Leitbild vorgestellt, das als verbindliche Orientierung für künftige Entwicklungen dienen soll. Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke präsentierte das Papier gemeinsam mit Vertreterinnen der Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden EGW, Geschäftsführerin Angela Tausendpfund und Gesundheitskoordinatorin Eva Ebel.
Ziele und Ansatz
Das Leitbild folgt dem Ansatz „Health in all policies“ und fordert, Gesundheitsaspekte bei allen Entscheidungen der Stadtverwaltung mitzudenken. Die Vorlage ist interdisziplinär angelegt und soll parteiübergreifend anwendbar sein. Löbcke betonte, es gehe darum, eine gemeinsame Perspektive auf die Wiesbadener Gesundheitspolitik zu schaffen und eine positive Vision zu vermitteln. Bestehende präventive Projekte sowie die ambulante und stationäre Versorgung sollten gesichert und weiterentwickelt werden, gleichzeitig sollen noch vorhandene Lücken geschlossen werden.
Angela Tausendpfund verwies auf die historische Tradition der Stadt: Sie bezeichnete Wiesbaden als Europas älteste Gesundheitsstadt und forderte eine moderne Ausrichtung, die innovative medizinische Angebote mit einem gesunden Lebensumfeld verbindet. Gesundheit müsse ganzheitlich verstanden werden mit psychischen, physischen, ökologischen und sozialen Dimensionen, so Tausendpfund.
Vom Leitbild zum Aktionsplan
Das Leitbild ist als Auftakt konzipiert. Aufbauend darauf soll im Laufe des Jahres 2026 ein konkreter Aktionsplan Gesunde Stadt Wiesbaden erarbeitet werden, der Maßnahmen und Zuständigkeiten benennt. Die Federführung liegt bei Gesundheitskoordinatorin Eva Ebel. Ebel erklärte, der nächste Schritt bestehe darin, die Vision in konkrete Aktionen zu überführen. Schon jetzt liefen beispielhafte Projekte, etwa zur Stärkung gesundheitlicher Quartiere, die in den Aktionsplan integriert werden sollen.
Verfügbarkeit und Ausblick
Das Leitbild steht ab sofort zum Herunterladen auf der städtischen Webseite bereit. Die Stadtverwaltung will das Dokument als Richtschnur für koordinierte Maßnahmen nutzen und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Gesundheitsakteuren und zivilgesellschaftlichen Initiativen intensivieren. Welche konkreten Maßnahmen daraus folgen, soll der geplante Aktionsplan präzisieren.
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